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Der
1943 in Trier geborene Künstler wanderte von Jugend an zwischen
Frankreich und Deutschland hin und her, genau wie sein Großvater,
der in ihm seine künstlerischen Grundlagen legte, beschäftigte er
sich doch mit Innen- und Außenarchitektur und der mit wechselndem
Geschick mal auf der deutschen wie französischen Seite seinen Geschäften
nachging, wie seine Mutter, die nie eine deutsche Schule von innen
sah und dem Sohne ein Gutteil der französischen Seele mitgab. Nach
einem Studium der Germanistik und der Kunst begann der Künstler
seine Lehrtätigkeit und war lange Zeit in der Lehrerausbildung tätig
sowie Mitglied des Prüfungsamtes für I. Staatsprüfungen an der
Universität Düsseldorf. Parallele Studien der historischen
Techniken der Photographie führten den Künstler nach Frankreich,
wo er die Grundlagen seines künstlerischen Schaffens in der
Photographie erlernte. Er ist Mitglied der französischen
Gesellschaft für alte Photographie (Association Française de
Photographie Ancienne) mit Sitz in Pithiviers bei Paris ebenso wie
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Edeldruckverfahren. Weitere
Studien führten ihn nach England, wo er die Technik der Calotypie
umfassend erfahren konnte. Zahlreiche Symposien und Workshops mit
den wenigen Menschen, die diese künstlerischen Techniken noch oder
wieder beherrschen, ergänzten die immerwährenden Bemühungen um
die Beherrschung der künstlerischen Techniken. Langwierige
Recherchen in mehreren Universitätsbibliotheken Deutschlands, die
sich über 5 Jahre hinzogen, ergänzten das persönliche Erleben mit
anderen Künstlern, die diese Techniken beherrschen, viele sind es
nicht. Die Techniken in den alten Originalbüchern mussten erst
einmal "übersetzt" werden, waren doch Maße und Angaben
in den damals geläufigen Größen angegeben, Materialien und
Chemikalien in heute zum Teil gar nicht mehr bekannten Bezeichnungen
vermerkt. Die Suche nach geeigneten Papieren dauerte mehrere Jahre,
da die heutigen Papiere oft nicht den hohen Qualitätsstandards
entsprechen.
Heute gibt der Künstler selbst Workshops zum Thema der alten
photographischen Techniken, die ihre Renaissance in den USA, England
und Frankreich schon erlebt haben. Rennommierte Photographen wie
Irving Penn lassen es nicht aus, einen Teil ihrer Werke in der
Technik der Platinotypie auszuarbeiten. Die Teilnehmer an den
Workshops des Künstlers kommen aus ganz Deutschland, aus Österreich,
der Schweiz und aus Italien.
20 Jahre beschäftigt sich der Künstler bereits mit der Ausübung
der künstlerischen Techniken der Daguerreotypie, der Calotypie, der
Cyanotypie, der Platinotypie und den künstlerischen
Edeldruckverfahren. Allesamt Verfahren, die in Deutschland relativ
unbekannt sind, nicht so jedoch in England, Frankreich und den USA.
So ist verständlich, dass häufiger Ausstellungen dieser Art sich
im Ausland wiederfinden als in Deutschland. In den USA ist es keine
Frage, dass die erwähnten künstlerischen Verfahren neben Malereien
hängen, in England ist es selbstverständlich, dass diese künstlerischen
Bildverfahren in den Museen zu finden sind.
So sieht der Künstler seine Aufgabe auch darin, die alten
bildnerischen Verfahren nicht nur der Vergessenheit zu entreißen,
sondern auch in Deutschland ein breiteres Publikum mit Unbekanntem
bekannt zu machen und die Schönheit der bildnerischen Verfahren zu
vermitteln. Dabei muss darauf verwiesen werden, dass es nicht seine
Auffassung ist, nur alte Techniken in der Art unserer Vorväter
nachzumachen und "ähnliche Bilder" zu erzeugen wie unsere
Vorväter, sondern vielmehr moderne Aussagen mit den Mitteln der künstlerischen
Techniken zu verfremden, oder gerade dadurch zum genaueren Sehen zu
vermitteln. So "schreckt" er nicht davor zurück, nicht
nur – aber auch - seine Bildideen mit allen Mitteln der
Computerbearbeitung zu gestalten, ein digitales Negativ zu
entwickeln und dann die alten künstlerischen Verfahren einzusetzen.
Grundlage ist aber immer ein Großformatnegativ oder je nach
Verfahren ein Papiernegativ, welches gescannt wird. Die Verbindung
von alt und neu macht geradezu den künstlerischen Reiz aus.
Neben Ausstellungen in England (York), Frankreich (Orleans) und den
USA (Wichita Falls und Dallas) fanden und finden regelmäßige
Ausstellungen mit wechselnden Themen in Deutschland statt (Köln,
Aachen, Düsseldorf, Halle, Berlin u.a., wobei der Künstler es lächerlich
findet, eine Chronologie auch der kleinsten Passagenausstellung
aufzuzählen).
Mit der personalen Ausstattung des Künstlers als Wanderer zwischen
zwei Nationen wundert es nicht, dass 2 Bereiche die Bildgestaltung
des Künstlers wesentlich beeinflussten: die Schönheit der französischen
Landschaft und die (nicht nur) der französischen Frauen. Das nächste
landschaftliche Thema des Künstlers ist "Die Seine" - das
nächste "frauliche" Thema wird sein: "La Trinité
des Femmes" - die Frau als Mädchen/Frau , Mutter und weise
Frau. Dies wird in der Technik des künstlerischen
Edeldruckverfahrens des Öldruckes verwirklicht, ein Verfahren um
1860 auf Kupferdruckkarton bzw. Aquarell-Bütten.
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